Immer wieder nett anzusehen, worum es "Kirchens" bei all ihren Schuldbekenntnissen und Erschütterung über den Holocaust im Grunde geht. Um die eigene Befindlichkeit, um die Rettung der eigenen Haut und ggf. um ein Sprungbrett, um nach erfolgter "Buße" zu Israelkritik abheben zu können.

Was sich der offizielle Vatikan-Botschafter leistet, ist allerdings vom Feinsten:  

"Der Vatikan-Botschafter in Israel, Nuntius Antonio Franco, hat angekündigt, nicht an der offiziellen Zeremonie zum Gedenken an die sechs Millionen Opfer der Schoah in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem teilnehmen zu wollen. Er fühle sich "unwohl", den Papst in einer Institution zu vertreten, wo das Wirken des Papstes Pius XII während des Zweiten Weltkriegs "falsch" dargestellt werde. Mit seinem Fernbleiben wolle er ein Zeichen setzen und die Aufmerksamkeit auf das "Problem" lenken. "

Ganz der Artikel: http://www.n-tv.de/790057.html


 

1 Kommentar 12.4.07 21:10, kommentieren

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mehr als ein Deckel

"Diese österliche Gabe erwirke uns Maria, die Mutter des auferstandenen Christus. Frohe Ostern Euch allen!"

so schließt Josef Ratzinger, der Chef der größten Religionsgemeinschaft der Welt seine diesjährige Osterbotschaft, und tut damit viel mehr als einen römisch-katholischen Deckel auf die Osterbotschaft zu setzen.

Denn als Abschluss-Sätzchen ist die ganze Aussage recht mehrdeutig.

Was soll Maria wirken? Was ist mit der österlichen Gabe gemeint? Die im vorangegangenen Satz erwähnte Auferstehungsfreude? Oder bezieht sie sich auf alles in der Ansprache genannte, gar auf die Auferstehung selber?

Maria, Mitwirkerin am Heil?

und dann, wie Maria charakterisiert wird: die Mutter des auferstandenen Christus!

Wie anders die Bibel:

 "der nach dem Fleisch aus dem Geschelcht Davids hervorgegangen, machtvoll nach dem Geist der Heiligkeit auf Grunde der Auferstehung von den Toten als Gottessohn eingesetzt ist. Röm 1,3-4"  

Hier wird schön die Herkunft nach dem Fleisch und der Tat Gottes durch die Auferstehung unterschieden. Dass hier Maria etwas zu erwirken habe, ist nicht gesagt. Sie bleibt die Mutter Jesu, nicht Mutter des Aufestandenen und auch nicht Gottesmutter.

 

1 Kommentar 8.4.07 19:38, kommentieren

In Erinnerung an Jesus

Kreuzigung von

Philippinern


"Sieben Philippiner haben sich am Freitag in einem kleinen Dorf auf den Philippinen in Erinnerung an Jesus kreuzigen lassen. Tausende Gläubige und Schaulustige beobachteten das Spektakel in dem kleinen Ort Cutud 75 Kilometer nördlich von Manila. Die Männer wurden mit zehn Zentimeter langen Nägeln durch Handflächen und Füße an Holzkreuze genagelt, die dann fünf Minuten aufrecht in der Sonne standen."

Quelle und ganzer Artikel

1 Kommentar 6.4.07 23:03, kommentieren

Der Kern des Evangeliums

Dieser Tage hat der Vatikan einen Weltkongress der Barmherzigkeit angekündigt .

Dieser "soll die Kernaussage des Evangeliums neu zum Leuchten bringen".

" Kardinal Schönborn präsentierte im Februar 2006 dem Papst den Vorschlag, einen „Weltkongress der Barmherzigkeit“ abzuhalten. Der Kongress wird eine starke interreligiöse Komponente durch die Teilnahme von Juden, Muslimen, Buddhisten haben, berichtete Schönborn am Montag.

„Der Kongress soll eine Brücke zu anderen Religionen, aber auch darüber hinaus zu Agnostikern und Atheisten sein“. Viele Menschen erlebten heute die Kirche nicht gerade als Sinnbild für Barmherzigkeit. Der Weltkongress sei als „radikale Ermutigung“ gedacht, das Wesen des Evangeliums - die Barmherzigkeit - neu zu entdecken."

Vielleicht sollten sich die Vertreter der größten religiösen Organisation der Welt tatsächlich ständig ins Gedächtnis rufen, dass das Evangelium etwas mit Barmherzigkeit zu tun hat. Denn was hier von Kardinal Schönborn quasi wie ein besonderes  Zeichen der HEUTIGEN Zeit bedauert wird, ist etwas was der römisch-katholischen Kirche während ihrer jahrhundertelangen Geschichte des Antisemitismus, der Inquisition und der Verfolgung Andersgläubiger doch schon immer angehaftet hat, nämlich ein ganz offensichtlicher Mangel an Barmherzigkeit.

In diesem Sinne wäre ein Weltkonkress, der auch kritisch die eigene Gegenwart und Vergangenheit im Lichte von einem Begriff wie Barmherzigkeit reflektiert, für die größte religiöse Vereinigung der Welt.

Diese Reflektion wird man aber wohl eher nicht erwarten dürfen. Und das, da man hier Barmherzigkeit zur "Kernaussage des Evangeliums" hocherklärt. Wie wichtig ist deshalb die Füllung dieser Begriffshülse.

Auf derselben Nachrichtenseite erklärt uns dann der "Chef des Ladens" selbst, was "römisch-katholischer"seits  unter dieser Barmherzigkeit verstanden wird:

" Wörtlich sagte Benedikt auf polnisch wie "Radio Vatikan" berichtet: "Liebe Brüder und Schwestern, wir stehen an diesem Ort vor zwei Mysterien: dem Mysterium des menschlichen Leidens und dem Mysterium der göttlichen Barmherzigkeit. Auf den ersten Blick scheinen einander diese beiden Mysterien zu widersprechen. Doch wenn wir sie im Licht des Glaubens betrachten, sehen wir, dass sie in Harmonie stehen. Ihr, liebe Kranke, die ihr gezeichnet seid von körperlichen und seelischem Leiden, seid stärker vereint mit dem Kreuz Christi, und gleichzeitig seid ihr beredtere Zeugen der Barmherzigkeit Gottes. Ihr lehrt uns, dass es keinen tieferen Glauben, keine lebendigere Hoffnung und keine brennendere Liebe zum Glauben gibt als die eines Menschen, der sich in mitten im Leiden den sicheren Händen Gottes anvertraut."

Anders als die Zeitzeugen, die Jesus als Exekutive  der Barmherzigkeit Gottes nach Evangelienberichten so erlebten, dass Erlösung von seelischen und körperlichen Qualen geschah, sind heutige "Gläubige" laut ihrem "Hirten" gerade dadruch Zeugen der Barmherzigkeit, dass sie krank sind (und bleiben).

Insofern- meine Schlußfolgerung- ist die größte Religionsgemeinschaft der Welt wohl doch alle Jahre lang eine Zeugnis dieser Barmherzigkeit gewesen, hat sie doch Menschen unendliches seelisches und körperliches Leiden zugefügt.

Da sie heute dazu weitgehend nicht mehr die Macht hat -und so verstehe ich es jetzt- ist "heute die Kirche nicht gerade als Sinnbild für Barmherzigkeit"

ES bleibt deshalb zu hoffen, dass

 der Weltkongress nicht zu einer

tatsächlichen Neubelebung von

"kirchlicher Barmherzigkeit" führt

-um der Barmherzigkeit willen,

die ich hier jetzt ganz menschlich

verstehen will.

 

1 Kommentar 4.4.07 11:40, kommentieren