Mexiko: Evangelikale aus religiösen Gründen vertrieben

Mexiko: Evangelikale aus religiösen Gründen vertrieben

Evangelikale weigerten sich, an katholisch-heidnischen Festen teilzunehmen.

Mexiko Stadt (idea) – In Mexiko haben Katholiken im vergangenen Monat insgesamt 57 Evangelikale aus zwei Orten vertrieben. Ihre Äcker und Felder sowie ihr Vieh mussten sie zurücklassen. Der Grund: Sie hatten sich geweigert, an Festen teilzunehmen, bei denen Abbilder angebetet werden und die in Trinkgelage ausarten.

Es handelt sich nach Darstellung des Informationsdienstes Compass Direct um heidnisch-christliche Feste, die von sogenannten „traditionalistischen Katholiken“ veranstaltet werden. Sie vereinen den katholischen Glauben mit heidnisch-religiösen Praktiken. Am 10. August gingen Hunderte Evangelikale aus sechs Bundesstaaten für die Vertriebenen auf die Straße. 32 Evangelikale aus Los Parajes (Bundesstaat Hidalgo) waren am 13. Juli mit Macheten vertrieben worden, 25 weitere aus Yavelotzi (Bundesstaat Oaxaca) mussten am 17. Juli der Gewalt weichen. Bisher hatten sich Ausschreitungen gegen Evangelikale auf den Bundesstaat Chiapas konzentriert. Dort wurden nach Angaben des Hilfswerks für verfolgte Christen „Open Doors“ in den vergangenen 30 Jahren rund 35.000 Evangelikale vertrieben. Etwa 87 Prozent der 110 Millionen Mexikaner sind Katholiken. Die wachsende protestantische Minderheit stellt inzwischen 7,5 Prozent. 3,5 Prozent sind ohne Bekenntnis, und der Rest verteilt sich auf andere Religionen.

1 Kommentar 24.8.09 16:07, kommentieren

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Doppelleben im frommen Orden



Die Ordenskongregation sieht keinen Bedarf für „unmittelbare Maßnahmen“ in der Krise um den Gründer der Ordensgemeinschaft .

Vatikan (kath.net) Die Ordenskongregation im Vatikan plant keine sofortigen Maßnahmen im Fall der “Legionäre Christi”, wie die CNA meldet. Vor kurzem wurde bekannt, dass der bereits verstorbene Gründer der Ordensgemeinschaft “Legionäre Christi” und der Bewegung “Regnum Christi”, der mexikanische Priester Marcial Maciel, ein Verhältnis zu einer Frau hatte und Vater einer Tochter ist. KATH.NET hat berichtet.

Die Kongregation für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens, geleitet von Präfekt Kardinal Franc Rodé, überlegt derzeit keine konkreten Schritte, schließt aber in der Zukunft eine Intervention “im Fall von Notwendigkeit” nicht aus. Üblicherweise wird die Kongregation aktiv, wenn die Ordensgemeinschaft selbst es wünscht oder wenn eine Krise intern nicht gelöst werden kann. 

1 Kommentar 10.2.09 12:05, kommentieren

Endlich wissen wir, was Küng braucht.

Dass nicht alle, die Josef Ratzinger dieser Tage durchaus zu Recht kritisieren, damit unter den Generalverdacht stehen, gleichsam aus den Unsäglichkeiten des "Stellvertreters" auch ein  gescheites Fazit ziehen zu können, das demonstrierte Hans Küng jüngst sehr eindrücklich:


 "Wir brauchen einen Papst wie Obama, der die Probleme sieht, der sie benennt, der die Krisenherde aufzeigt und der dann ein Hoffnungsspiel uns gibt und Taten der Erneuerung einleitet", forderte Küng.

Küng will also  -hört, hört, das Papsttum beigehalten und jemanden auf den Stuhl Petri setzen, der schon im Vorfeld seiner Wahl als ein politischer Messias inszeniert wurde. Küng ist es um ein Hoffnungsspiel zu tun, um einen Mann, der Taten der Erneuerung einleitet.

Schon erstaunlich, denn noch ist doch gar nicht klar, ob das was Obama einleitet, tatsächlich auf eine Erneuerung hinauslaufen wird, und ob der wirklich die Probleme sieht, dass wird sich auch in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Bisher hat ein Herr Obama Vorschußlorbeeren.

Nicht von Herrn Küng, aber von einigen anderen Größen wurde Ratzinger, als er in sein jetziges Amt kam, wie ein Held gefeiert. Einige maßen der ganzen Geschichte, dass jetzt wieder ein Deutscher "Papst" sei, schon nahezu eine spekulativ-profetische Bedeutung zu, dass wir nämlich mit deutscher Vergangenheit -sprich Holocaust- versöhnt seien.

Wie wenig das alles wirklich zugetroffen hat, ist nicht erst durch die letzten Tage klargeworden, als der fromme Megaverein einen waschechten Holocaustleugner rehabilitierte. Dass immer wieder auf dieser klerikalen Ecke Israel dämonisiert wird, indem man mal die Westbank, mal Gaza mit einem KZ oder dem Warschauer Ghetto vergleicht, ist hinlänglich bekannt.

Vielleicht wird in gleicher Weise Obama die Hoffnungen Küngs enttäuschen. Die Zukunft wird es zeigen und auch Hans Küng, bei seinen interreligiösen "Hoffnungsspielen" und Großprojekten begleiten.
Vielleicht gibt es bei diesem Hoffnungsspiel auch Varianten oder Alternativen: Entweder ein Papst wie Obama - oder ein Papst wie Küng selber?

1 Kommentar 2.2.09 22:27, kommentieren

Gestern die Scheiterhaufen, heute das flammende Inferno

Kurienkardinal Jean-Louis Tauran: Der Islam bringt Gott zurück nach Europa

Veröffentlicht am 28. November 2008

(Vatikan) Der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, hat den Muslimen dafür gedankt, „Gott zurück in die öffentliche Sphäre Europas“ zu bringen.

Die Muslime seien eine wichtige Minorität in Europa und beanspruchten Platz für Gott in der Gesellschaft, wurde der französische Kardinal und ehemalige langjährige vatikanische Außenminister am Freitag von der Vatikanzeitung L‘Osservatore Romano anläßlich eines Treffens mit katholischen Theologen zitiert.

1 Kommentar 29.11.08 22:18, kommentieren

ökumenischer Revisionismus!

 oder:

Reformation: Luthers Ablassthesen kommen unter die Lupe




"Ökumene-Institute wollen in einem internationalen Projekt Luthers Ablassthesen unter die Lupe nehmen."


so heißt es in einer epd-Meldung. Dass es sich bei der Lupe nicht lediglich um ein reines Vergrößerungsglas, das die Feinstrukturierung der damaligen Vorgänge transparent macht, handelt  sondern um eine "Zauberlinse", die hinlänglich Bekanntes als revisionsrelevantes Faktenpaket aufbauscht und andere Fakten unsichtbar macht, so könnte bzw. müsste man kritisch formulieren.


Doch der Reihe nach.
Es geht den Instituten darum zu "untersuchen, warum die 1517 veröffentlichten 95 Thesen zur Spaltung der abendländischen Kirche führten"


Hier ist das Urteil quasi schon vorweg genommen. Man unterstellt, dass es Luthers Thesen und nicht die Mißstände des römischen Katholizismus waren, die zur Spaltung führten. Diese Positionierung ist schon eindeutig römisch-katholisch und hat mit einem gesunden ökumenischen Anliegen nichts zu tun.

"Ziel sei nicht die Erarbeitung eines ökumenischen Konsenstextes. Das historische Projekt steht den Initiatoren zufolge dennoch im engen Zusammenhang mit den ökumenischen Bemühungen, die gegenseitigen Lehrverurteilungen der Kirchen aufzuarbeiten. Die Überwindung der Spaltungen innerhalb der Christenheit stehe daher im Vordergrund."

so heißt es weiter in der Meldung. Auch diese Aussage suggeriert, dass die damaligen Vorgänge eine einheitliche Christenheit "gespalten hätten". Auch hier wird die traditionelle Sichtweise des römischen Katholizismus einfach vorausgesetzt. Die Gegenthese würde lauten, dass durch eindringenden falschen Lehren der Papstkirche die "Christenheit" vom Christentum so weit entfernte, dass es ein "frommes Heidentum" wurde und die Reformation dafür sorgte, dass es überhaupt noch so etwas wie "Christentum" gab.
Davon abgesehen hat es mit einer gewissenhaften Analyse wenig gemein, wenn man ein ideelles Anliegen dabei (methoidsch?) in den "Vordergrund" stellt. Wenig vertrauenserweckend.

Weiter heißt es:

Zu den ökumenischen Erfolgen der vergangenen Jahre habe in erster Linie ein über viele Jahrzehnte geführter, historisch und
theologiegeschichtlich angelegter Diskurs über Ursache, Verlauf und Wirkung der Reformation beigetragen, erklärten die Theologieprofessoren Wolfgang Thönissen (Paderborn) und Theodor Dieter (Straßburg): «Das Ergebnis ist deutlich: Es kann das gemeinsame Urteil gefällt werden, dass die Spaltung nicht in die Wurzel des gemeinsamen christlichen Erbes eingedrungen ist.» Diese Einsicht müsse freilich immer wieder neu eingeholt werden. "


Da braucht man auch sicher Jahrzehnte im umtriebigen ökumenischen Diskurs, dass man die Dinge wegdebattiert bekommt, die früherern Generationen so offensichtlich waren, und nun erklärt, dass der nackte Kaiser doch ein wunderschönes Kostüm besitzt. Diese Blindheit hat man nicht ein für allemal in der Tasche, so man sich diese "Einsicht" (!) "immer wieder neu" einholen.
Um welche "Einsicht" handelt es sich? Um die "
dass die Spaltung nicht in die Wurzel des gemeinsamen christlichen Erbes eingedrungen ist." 
Diese Formulierung  und die damit verbundene "Einsicht" ist aber entweder inhaltslos oder falsch. Inhaltslos ist sie dann, wenn man in der Wurzel etwas "formal Christliches sieht". Dann kommt man zwar zu dem Ergebnis, dass es historisch mehr "Gemeinsamkeiten als Gegensätze" gibt, kann aber nicht deutlich machen, was das mit dem Wort "Wurzel" (als tragendes und lebensspendendes Element) zu tun hat. Die Aussage der Reformation war jedoch, dass die Wurzel der Papstkirche falsch ist bzw. faul geworden ist.  

Im folgenden erklärt man dann:

"Luthers Ablassthesen seien ursprünglich Disputationsthesen für die Diskussion, keine dogmatischen Sätze, hieß es weiter. Sie dienten der Klärung von Streitfragen. Die Thesen seien nicht gegen den Ablass als solchen, sondern gegen dessen Missbrauch gerichtet. «Sie verdanken sich dem seelsorgerlichen Anliegen, das Luther in der damaligen Ablasspraxis erspürte», betonten die Institute. Zentrales Motiv der Ablasskritik Luthers sei die Sorge um das Wort Gottes im Zeugnis der Heiligen Schrift.
Unter Ablass versteht die katholische Kirche den Erlass von Sündenstrafen, die auf Erden oder nach römischer Lehre sogar nach dem Tod im Fegefeuer abzugelten sind. Mit dieser Lehre unterscheidet sich die römisch-katholische Glaubenslehre wesentlich vom Protestantismus. Die Reformation im 16. Jahrhundert entzündete sich vor allem an der Kritik Martin Luthers (1483-1546) an bizarren Formen der Ablasspraxis der damaligen Kirche."

Hiermit sagt man lediglich schon hinlänglich Bekanntes, suggeriert aber damit im  Kontext der Meldung, dass der erste Anlass für das Wirken Luthers zur Zeiten der Reformation auch der wesentliche Grund für die Reformation gewesen sei.

Dem entgegen zu halten ist, dass Luther anfänglich auf -wie er dachte ÄUßEREN Schimmelbefall an einer Wand des Kirchengebäudes aufmerksam gemacht hat. Dann fing es an, an dem Schimmel zu kratzen, weiterzukratzen und tiefer zu kratzen,um feststellen zu müssen, dass das ganze Gebäude bis ins Fundament derart befallen ist, dass man es nur noch für den Abriss freigeben kann.
Zu reformieren war da nichts mehr. Es musste eine Reformation her.

Es entspringt unserem modernen Zeitgeist, diese Gegensätze einzuebnen, und heute die Abwehr von Götzendienst und Irrlehre, die die Reformation leistete mehr oder weniger als "einen unglücklichen Irrtum" zu präsentieren. Das hat mit Ökumene nichts zu tun, sondern ist lediglich die Übernahme der römisch-katholischen Sichtweise.

 

 

 

 

1 Kommentar 1.10.08 20:06, kommentieren

Zu israelfreundlich oder...

alles wie gehabt:
Caritas kündigt einem Hilfswerk:

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=20579&CategoryID=91

1.8.08 11:19, kommentieren

Christenverfolgung in Mexiko

Hier eine heutige idea-Meldung. Allerdings hätte man es auch anders sagen können. Was Idea mit Schutzheilige bezeichnet, meint noch ein bisschen mehr. Mit "lieben Frau" ist natürlich "Maria" gemeint, und das ganze Fest geht denn auch auf eine "Marienerscheinung" zurück, so dass im Grunde genommen, hier ein Christ eingesperrt wird, weil er "Maria" die Anerkennung versagt.

Religionsfreiheit & Menschenrechte
28.11.07

Mexiko: Evangelikaler lehnt „Götzenanbetung“ ab


Jose Perez Giron will keine Schutzheilige verehren.

M e x i k o S t a d t (idea) – Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas ist ein Evangelikaler mehrere Tage inhaftiert worden, weil er sich nicht verpflichten wollte, einen „Götzen“ anzubeten. Das berichtet das Hilfswerk Open Doors, das sich für verfolgte Christen einsetzt.

Jose Perez Giron in dem Dorf Elambo Alto hatte es abgelehnt, eine Verpflichtung zu unterzeichnen, die unter anderem die Teilnahme an einem Fest zu Ehren der Schutzheiligen „Unserer lieben Frau von Guadeloupe“ am 12. Dezember vorsieht. Nach Ansicht des Christen würde er durch die Teilnahme an dem religiösen Fest „Götzen anbeten“. Daraufhin wurde er nach Angaben von Open Doors Anfang November verhaftet und von Mitinsassen und Wärtern wegen seines Glaubens beschimpft. Im Bundesstaat Chiapas kommt es immer wieder zu Diskriminierungen und Verfolgungen evangelischer Christen, die meist von Kaziken (Dorfoberhäuptern) ausgehen. Diese praktizieren einen Mischglauben aus Katholizismus und der Religion der alten Mayas. Wenn Christen nicht an den religiös-heidnischen Festen teilnehmen, führt dies zu Einkommensverlusten für die Dorfoberhäupter. Open Doors zufolge wurden in den vergangenen 30 Jahren im Bundesstaat Chiapas als Folge religiöser Intoleranz rund 35.000 Evangelische vertrieben. In Mexiko sind etwa 90 Prozent der 104 Millionen Einwohner Katholiken und fünf Prozent Protestanten.

1 Kommentar 29.11.07 08:35, kommentieren